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Montag, 01 Juni 2015

Klimawandel: Auswirkungen auf die Lebensmittelsicherheit?

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Klimawandel: Auswirkungen auf die Lebensmittelsicherheit?
© Gabi Eder / www.pixelio.de

Der Klimawandel kann sich auf die Lebensmittelsicherheit auswirken und lebensmittelbedingte Erkrankungen können aufgrund veränderter Umweltbedingungen leichter auftreten. Dieses lässt die Auswertung verschiedener Studien, Feldexperimente und statistischer Analysen vermuten („Food Research International“). Ein Großteil der Daten wurde im Rahmen des Veg-i-Trade-Projektes gesammelt, das sich mit den Auswirkungen des Klimawandels und der Globalisierung auf die Sicherheit von Frischwaren wie Obst und Gemüse beschäftigt. An dem EU-Projekt waren 23 internationale Partner ‒ beispielsweise von Universitäten und aus der Industrie ‒ beteiligt. Nach Einschätzung von Experten werden Klimaänderungen die heutigen Systeme zur Lebensmittelsicherheit bereits in naher Zukunft vor Herausforderungen stellen. Viele Krankheitserreger wie Salmonellen und Campylobacter gedeihen unter warmen, feuchten Bedingungen besonders gut. Dieses gilt auch für Schimmelpilze, die mehr Mykotoxine produzieren. Wenn bei steigender Meerestemperatur Algenblüten häufiger auftreten, könnten Muscheln für den Menschen ungenießbar werden. Die Weichtiere fressen die Algen und deren toxische Substanzen reichern sich an.

HINTERGRUND:

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft kann durch den Klimawandel zunehmen, wenn die Anfälligkeit bestimmter Kulturen für Schädlinge zunimmt.

► aid-Newsletter Nr. 13 vom 25.03.2015
► www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0963996914005912

Bild: www.pixelio.de

Weitere Informationen finden Sie im Praxisleitfaden „Neue Gefahren und alte Bekannte“.

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