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Montag, 23 November 2015

Infektionsschutzgesetz – was ist zu beachten?

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Infektionsschutzgesetz – was ist zu beachten?
© Andreas Hermsdorf / www.pixelio.de

Das Infektionsschutzgesetz betrifft alle Personen, die mit folgenden Lebensmitteln in Kontakt kommen, diese herstellen, behandeln oder in den Verkehr bringen:

  • Fleisch, Geflügelfleisch und Erzeugnisse
  • Milch und Erzeugnisse auf Milchbasis
  • Fische, Krebse oder Weichtiere und Erzeugnisse
  • Eiprodukte
  • Säuglings- und Kleinkindernahrung
  • Speiseeis und Speiseeishalberzeugnisse
  • Backwaren mit nicht durchgebackener oder durcherhitzter Füllung oder Auflage
  • Feinkost-, Rohkost- und Kartoffelsalate, Marinaden, Mayonnaisen, andere emulgierte Soßen, Nahrungshefen
  • Sprossen und Keimlinge zum Rohverzehr sowie Samen zur Herstellung von Sprossen und Keimlingen zum Rohverzehr

In Kontakt kommen bedeutet, dass Sie Lebensmittel entweder direkt mit der Hand oder indirekt über Gegenstände, Arbeitsmaterialien usw. berühren.

Das Infektionsschutzgesetz betrifft Sie auch, wenn Sie in

  • Gaststätten,
  • Restaurants,
  • Cafés oder
  • Einrichtungen mit Gemeinschaftsverpflegung (z. B. Kitas, Krankenhäuser, Altenheime)

arbeiten.

Gründe für den Infektionsschutz
Die genannten Lebensmittel zählen zu den leichtverderblichen Lebensmitteln, so dass sich Krankheitserreger besonders gut vermehren können.  Insbesondere bei unzureichender Kühlung besteht die Gefahr, dass die Bakterienzahl in kürzester Zeit stark zunimmt.
Viren benutzen Lebensmittel gerne als „Transportmittel“. Verzehrt ein Kunde ein Lebensmittel, das krankheitserregende Viren oder Bakterien enthält, kann dieser an einer Lebensmittelinfektion oder -vergiftung sehr schwer erkranken oder im ungünstigsten Fall daran sterben.
Besonders für kleine Kinder, ältere Menschen, Schwangere oder Menschen mit einem schwachen Immunsystem kann eine solche Infektion schlimme Folgen haben.
Aus diesem Grund schreibt das Infektionsschutzgesetz vor, dass Sie über Gefahren belehrt werden müssen:

  1. Vor der ersten Aufnahme ihrer Arbeit durch das Gesundheitsamt oder einen vom Gesundheitsamt beauftragten Arzt (mündlich und schriftlich)
  2. Nach Arbeitsaufnahme in Ihrem Betrieb
  3. Alle zwei Jahre in Ihrem Betrieb

Quelle: Broschüre zur DVD "Das Infektionsschutzgesetz für die Lebensmittelindustrie, Gemeinschaftsverpflegung, Gastronomie und das Handwerk", Belehrung gemäß § 43 IfSG  B. Behr‘s Verlag 

Bild: www.pixelio.de

Behr's Verlag