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Dienstag, 17 November 2015

Forschung gegen Federpicken

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Forschung gegen Federpicken
© Domaris / www.pixelio.de

Seit dem 01.08.2015 fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) ein Forschungsprojekt, das sich u. a. mit der Frage beschäftigt, wie sich der Verzicht auf das Schnabelkürzen in Aufzucht- und Legehennenbetrieben auf die Gesundheit der Tiere auswirkt. Das Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Geflügel der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft will in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft der Fachberater für Geflügelwirtschaft bundesweit gültige, aussagekräftige Ergebnisse liefern.

Dazu erfassen die Forscher Daten von mehr als 100 Betrieben und Durchgängen mit schnabelkupierten und nicht kupierten Legehennenherden. Sie erheben bundeseinheitliche Parameter nach identischen Beurteilungsschlüsseln und Kriterien (z. B. Federverlust, Hautverletzungen, Einstreuqualität), um den Effekt verschiedener Genetiken, Futterregime, Lichtprogramme und weiterer Gegebenheiten einschätzen zu können. Durch die gleichzeitige Ermittlung der Leistungsdaten und Produktionskosten sollen Tierschutzindikatoren erarbeitet werden, die den Landwirten helfen, ihren Bestand ohne Medikamenteneinsatz und mit geringeren Verlusten wirtschaftlich nachhaltig zu organisieren.


HINTERGRUND:
Die Geflügelwirtschaft verpflichtet sich, ab dem 01.08.2016 bei Legehennen keine Schnäbel mehr zu kürzen ‒ darüber hinaus soll ab dem 01.01.2017 auf die Einstallung von schnabelgekürzten Junghennen verzichtet werden.

Quelle:
► Top agrar vom 08.10.2015

Bild: www.pixelio.de

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