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Dienstag, 28 Februar 2017

Diskussionen um vegetarisches Schnitzel und vegane Currywurst

Gesundheit

Diskussionen um vegetarisches Schnitzel und vegane Currywurst

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat sich gegen Bezeichnungen wie „vegetarisches Schnitzel“ oder „vegane Currywurst“ ausgesprochen. Seiner Meinung nach sind Verweise auf klassische Produkte „komplett irreführend“ und verunsichern Verbraucher. Eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) aus 2015 hat aber ergeben, dass Verbraucher die Verwechslungsgefahr zwischen tierischen und vegetarischen Produkten für gering halten.

Lediglich 4 % der Befragten hatten schon einmal versehentlich statt eines tierischen oder fleischhaltigen Lebensmittels ein vegetarisches oder veganes gekauft – oder umgekehrt. Ein Großteil der Konsumenten wünscht sich sogar den Verweis auf herkömmliche Produkte. Nur 38 % der Befragten hielten es für sinnvoll, vegetarische oder vegane Lebensmittel mit neu entwickelten Namen zu kennzeichnen (z. B. „Pflanzen-Bratling“).

HINTERGRUND:
Einer nicht repräsentativen Umfrage von Lebensmittelklarheit zufolge wünschten sich 78 % der Teilnehmer, dass die Geschmacksrichtung in der Bezeichnung genannt wird: 51 % stimmten für die Bezeichnung „Vegetarischer Brotbelag mit Mortadella-Geschmack“ und 27 % für „Vegetarische Mortadella“.

QUELLEN:
► Lebensmittelklarheit vom 05.01.2017

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Behr's Verlag