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Artikel in Kategorie Gesundheit

Isoglukose und Saccharose: Gesundheitliches Gefährdungspotenzial vergleichbar

QM & QS | Gesundheit

Isoglukose („High Fructose Corn Syrup“ (HFCS)) mit einem hohen Anteil an dem freien Monosaccharid (Einfachzucker) Fruktose wird in der Lebensmittelindustrie zur Süßung verarbeiteter Lebensmittel (z. B. Softdrinks, Cremes, Kuchen) eingesetzt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) wurde gefragt, ob von Isoglukose ein besonderes gesundheitliches Risiko gegenüber anderen Süßungsmitteln (z. B. Saccharose (Haushalts-, Rüben-, Rohrzucker)) ausgeht. Isoglukose enthält variable Anteile der Monosaccharide Glukose und Fruktose in unverbundener Form, d. h., sie liegen als Einfachzucker vor. Bei der Saccharose liegen Glukose und Fruktose im Mengenverhältnis von genau 1:1 in jeweils verbundener Form als Disaccharid vor.

QUELLE:
► Mitteilung Nr. 19 des BfR vom 08.06.2018

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Isoglukose und Saccharose: Gesundheitliches Gefährdungspotenzial vergleichbar

Nitrat im Trinkwasser: Erhöhtes Darmkrebsrisiko?

Gesundheit

Laut der EU-Trinkwasserrichtlinie dürfen pro Liter Trinkwasser maximal 50 mg Nitrat enthalten sein. Dänische Forscher zweifeln diesen Grenzwert an und haben in einer großen bevölkerungsbasierten Studie untersucht, wie langfristig der Nitratgehalt im Trinkwasser mit dem Darmkrebsrisiko zusammenhängt.

QUELLE:
► International Journal of Cancer vom 23.02.2018

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Nitrat im Trinkwasser: Erhöhtes Darmkrebsrisiko?

Lebensmittelsicherheit: Was wollen Verbraucher wissen?

Gesundheit

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) fragte 6.200 VerbraucherInnen in 25 EU-Mitgliedstaaten nach ihren Ansichten zu neu auftretenden Risiken in der Lebensmittelkette und wie sie über diese informiert werden möchten. Dem Ergebnis zufolge sorgten sich die Befragten mehr über bereits bekannte Risiken als über neu auftretende Risiken.

QUELLE:
► EFSA Supporting Publications vom 16.04.2018 (DOI: 10.2903/sp.efsa.2018.EN-1394)

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Lebensmittelsicherheit: Was wollen Verbraucher wissen?

Kann Trehalose C. difficile-Infektionen begünstigen?

Mikrobiologie | Gesundheit

Studien zufolge könnte die verstärkte Nutzung der Trehalose („Mykose“) zum Süßen von Nahrungsmitteln die Ausbreitung der virulenten Clostridium difficile-Stämme RT027 und RT078 begünstigt haben, die für die Zunahme von Todesfällen durch antibiotikaresistente Darminfektionen verantwortlich gemacht werden.

Laut Schätzungen des Centers for Disease Control and Prevention (CDC) sind in 2015 in den USA nahezu eine halbe Million C. difficile-Infektionen (CDI) aufgetreten und ca. 29.000 Menschen verstorben. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden in 2016 in Deutschland 2.337 Fälle gemeldet. Der Zuwachs wird auf die Ribotypen (RT) 027 und 078 zurückgeführt ‒ der Grund für die starke Ausbreitung in den letzten Jahren ist unbekannt.

QUELLE:
► Nature vom 03.01.2018 (DOI: 10.1038/nature25178)

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Kann Trehalose C. difficile-Infektionen begünstigen?

EFSA: Gesundheitsbedenken für Hydroxyanthracenderivate in Lebensmitteln

QM & QS | Gesundheit

Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) können einige zu einer Gruppe von Pflanzeninhaltsstoffen („Hydroxyanthracenderivate“) gehörende Substanzen die DNA schädigen und Krebs verursachen. Die Gruppe von Substanzen kommt natürlicherweise in Pflanzen (z. B. Aloe, Senna) vor. Extrakte, die diese enthalten, werden aufgrund ihrer abführenden Wirkung in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet. In 2013 hatte die EFSA befunden, dass Hydroxyanthracenderivate in Lebensmitteln die Darmtätigkeit verbessern können, riet jedoch aufgrund potenzieller Sicherheitsbedenken von der Langzeitanwendung und der Aufnahme hoher Dosen ab.

QUELLE:
► EFSA Journal vom 23.01.2018 (DOI: 10.2903/j.efsa.2018.5090)

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

EFSA: Gesundheitsbedenken für Hydroxyanthracenderivate in Lebensmitteln

Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln

Gesundheit

Nahrungsergänzungsmittel (NEM) enthalten neben Vitaminen und Mineralstoffen zum Teil auch andere Stoffe mit physiologischer Wirkung (z. B. Aminosäuren, Fettsäuren, Pflanzenextrakte, Mikroorganismen). Die Werbung verspricht positive Effekte für Gesundheit, Wohlbefinden und verbesserte Leistungsfähigkeit, allerdings versorgt im Allgemeinen eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung den gesunden Körper mit sämtlichen lebensnotwendigen Nährstoffen. Werden zusätzlich hoch dosierte Nahrungsergänzungsmittel eingenommen und ggf. angereicherte Lebensmittel verzehrt, steigt das Risiko für nicht erwünschte gesundheitliche Effekte durch hohe Nährstoffzufuhren.

QUELLE:
► Journal für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit vom 04.01.2018 (DOI: 10.1007/s00003-017-1140-y)

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln

Nahrungsergänzungsmittel: BfR bewertet Tageshöchstmenge für Magnesium

Gesundheit

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat seine gesundheitliche Bewertung der Verwendung von Magnesium in Nahrungsergänzungsmitteln aus 2004 aktualisiert. Die erhöhte Zufuhr von Magnesium - beispielsweise über Nahrungsergänzungsmittel - zusätzlich zur Magnesiumaufnahme über die normale Ernährung kann zu Durchfällen führen. Laut dem BfR sollte die Tageshöchstmenge von 250 mg Magnesium für Personen ab vier Jahren bei Nahrungsergänzungsmitteln nicht überschritten werden.

QUELLE:
► Stellungnahme Nr. 34 des BfR vom 12.12.2017
► Presseinformation Nr. 50 des BfR vom 12.12.2017

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Nahrungsergänzungsmittel: BfR bewertet Tageshöchstmenge für Magnesium

Fischvergiftungen

QM & QS | Gesundheit

Was sind Ciguatoxin und Ciguatera?

Vor allem in tropischen und subtropischen Ländern können Fische und Schalentiere marine Biotoxine enthalten. Zu diesen Toxinen gehört auch das Ciguatoxin und eine Lebensmittelvergiftung nach Aufnahme dieses Toxins wird als „Ciguatera“ bezeichnet.

QUELLEN:
► Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vom 04. Mai 2017: Botulismusgefahr und Warnung vor dem Verzehr von Plötze-Trockenfisch
► BfR: Fragen und Antworten vom 23. Januar 2015 zu Botulismus
► EFSA vom 07. Juni 2010: www.efsa.europa.eu/de/efsajournal/pub/1627
► FAO: Ciguatera Fish Poisoning (CFP)
► BfR: Suchpunkt Ciguatoxin
► RKI: Fallbeispiele zu Botulismus

Prof. Dr. Walther Heeschen, Jan Peter Heeschen

Fischvergiftungen

EFSA: Re-Evaluierung von Alginsäure und seine Salze

QM & QS | Gesundheit

Das EFSA-Panel „Food Additives und Nutrient Sources added to Food“ (ANS) hat eine Stellungnahme („Re-evaluation of alginic acid and its sodium, potassium, ammonium and calcium salts (E 400-E 404) as food additives”) zur Re-Evaluierung von Alginsäure und deren Natrium-, Kalium-, Ammonium- sowie Calciumsalze (E 400 bis E 404) veröffentlicht. Da ANS gelangt zu dem Ergebnis, dass keine Notwendigkeit gesehen wird, einen nummerischen ADI-Wert (Acceptable Daily Intake) festzulegen.

QUELLE:
► EFSA Journal vom 10.11.2017 (DOI: 10.2903/j.efsa.2017.5049)

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

EFSA: Re-Evaluierung von Alginsäure und seine Salze

EFSA: Re-Evaluierung von Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren (E 471)

QM & QS | Gesundheit

Das EFSA-Panel „Food Additives und Nutrient Sources added to Food“ (ANS) hat eine Stellungnahme („Re-evaluation of mono- and di-glycerides of fatty acids (E 471) as food additives”) zur Re-Evaluierung von Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren (E 471) veröffentlicht. Laut dem ANS ist es sehr wahrscheinlich, dass die Mono- und Diglyceride der Speisefettsäuren im Verdauungstrakt durch Lipasen gespalten werden und Glycerin und Fettsäuren freisetzen.

QUELLE:
► EFSA Journal vom 10.11.2017 (DOI: 10.2903/j.efsa.2017.5045)

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

EFSA: Re-Evaluierung von Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren (E 471)

Nahrungsergänzungsmittel: Nützlich oder überflüssig?

Gesundheit

Im September 2017 hatten die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE), die Ärztekammer Niedersachsen und das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) zum 07. Niedersächsischen Forum Gesundheitlicher Verbraucherschutz nach Oldenburg eingeladen. Nach Angaben von Prof. Dr. Hahn (Institut für Lebensmittelwissenschaft und Humanernährung der Leibniz Universität Hannover) „sind viele als Nahrungsergänzungsmittel angebotene Produkte eigentlich keine“.

QUELLE:
► BZfE-Newsletter Nr. 39 vom 27.09.2017

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Nahrungsergänzungsmittel: Nützlich oder überflüssig?
Behr's Verlag