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Artikel in Kategorie Gesundheit

Toxikologische Referenzwerte für Fusarien-Toxine

Hygiene & HACCP | Mikrobiologie | QM & QS | Gesundheit

Ende 2011 hatte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eine wissenschaftliche Stellungnahme zu den Risiken durch die Fusarien-Toxine (Mykotoxine) T-2 und HT-2 für die Gesundheit von Mensch und Tier durch Lebens- und Futtermittel veröffentlicht und für die tägliche tolerierbare Aufnahmemenge einen Gruppen-TDI von 100 ng/kg Körpergewicht (0,10 μg/kg KG) für die Summe von T-2- und HT-2-Toxinen abgeleitet.

Die EU-Kommission beauftragte die EFSA in 2015 mit der Überprüfung der toxikologischen Eigenschaften der modifizierten Formen der T-2- und HT-2-Toxine.

QUELLEN:
► EFSA Journal (15 (1): 4655 (53 pp.)) vom 26.01.2017: www.efsa.europa.eu/en/efsajournal/pub/4655
► EFSA Journal (9 (12): 2481 (187 pp.)) vom 19.12.2011: www.efsa.europa.eu/de/efsajournal/pub/2481

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Toxikologische Referenzwerte für Fusarien-Toxine

Fusobakterien und Ernährung: Beeinflussung des Darmkrebsrisikos?

Mikrobiologie | Gesundheit

Sich vollwertig ernährende Menschen sind in zwei prospektiven Beobachtungsstudien seltener an Tumoren erkrankt, in denen Gene von Fusobacterium nucleatum ermittelt wurden. Bei Tumoren ohne Nachweis des Darmbakteriums bestand keine Verbindung zum Ernährungsverhalten. Der Nachweis von F. nucleatum ist häufig mit einem aggressiven Verlauf von bestimmten Krebsen des Dickdarms (Kolorektalkarzinome) verbunden. F. nucleatum gehört zu den Darmbakterien, die durch eine westliche Kost mit einem hohen Anteil von rotem und verarbeitetem Fleisch begünstigt werden.

QUELLE:
► JAMA Oncology vom 26.01.2017:
http://jamanetwork.com/journals/jamaoncology/article-abstract/2598745

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Fusobakterien und Ernährung: Beeinflussung des Darmkrebsrisikos?

Indien: Litschi ‒ Ursache toxischer Unterzuckerungen bei Kindern

Gesundheit

Nach Angaben von US-Wissenschaftlern können die Früchte des Litschibaumes bei hohem Verzehr eine toxische Unterzuckerung auslösen. Die Experten hatten eine rätselhafte Epidemie im indischen Bundesstaat Bihar untersucht, von der vor allem Kinder betroffen waren. Seit 1995 kommt es in der Umgebung der Stadt Muzaffarpur (Nordindien) zwischen Mitte Mai und Juni insbesondere bei Kindern aus ärmeren Familien zu ungeklärten Krankheitsfällen. Die Kinder entwickeln eines Morgens Krampfanfälle und Bewusstseinsstörungen, von denen sich viele nicht wieder erholen.

QUELLE:
► The Lancet Global Health vom 30.01.2017:
www.thelancet.com/journals/langlo/article/PIIS2214-109X(17)30035-9/abstract

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Indien: Litschi ‒ Ursache toxischer Unterzuckerungen bei Kindern

Können Nüsse vor Darmkrebs schützen?

Gesundheit

Nach Angaben von Wissenschaftlern der Universität Jena können Nüsse das Wachstum von Krebszellen im Darm verringern. Laut der Ernährungswissenschaftlerin Wiebke Schlörmann befinden sich in Nüssen unzählige Inhaltsstoffe, die positiv für das Herz-Kreislauf-System sind und vor Übergewicht oder Diabetes schützen. Der Körper verfügt über eine Reihe von Schutzmechanismen, die reaktive Sauerstoffspezies unschädlich machen ‒ diese werden durch Nüsse und ihre Inhaltsstoffe angekurbelt.

QUELLEN:
► Friedrich-Schiller-Universität Jena vom 06.02.2017
► Molecular Carcinogenesis (DOI: 10.1002/mc.22606)

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Können Nüsse vor Darmkrebs schützen?

Diskussionen um vegetarisches Schnitzel und vegane Currywurst

Gesundheit

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat sich gegen Bezeichnungen wie „vegetarisches Schnitzel“ oder „vegane Currywurst“ ausgesprochen. Seiner Meinung nach sind Verweise auf klassische Produkte „komplett irreführend“ und verunsichern Verbraucher. Eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) aus 2015 hat aber ergeben, dass Verbraucher die Verwechslungsgefahr zwischen tierischen und vegetarischen Produkten für gering halten.

QUELLEN:
► Lebensmittelklarheit vom 05.01.2017

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Diskussionen um vegetarisches Schnitzel und vegane Currywurst

Prionen-Krankheit CWD: Risiken auch für die EU?

Gesundheit

Eine Einschleppung der chronischen Auszehrungskrankheit (Chronic Wasting Disease (CWD)) in die EU ist am wahrscheinlichsten durch die Bewegung von lebenden Hirschartigen (Cerviden) wie Rentier und Elch, die von Norwegen nach Schweden und Finnland transportiert werden oder die Grenzen dieser Länder in freier Wildbahn überqueren. Das Gremium der EFSA für Biologische Gefahren hat Aktivitäten und Maßnahmen zur Überwachung ermittelt, mit denen die Einschleppung und Verbreitung der CDW in die und innerhalb der EU verhindert werden soll.

QUELLE:
► Pressemitteilung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) vom 18.01.2017

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Prionen-Krankheit CWD: Risiken auch für die EU?

Schwefeldioxid und Sulfite

Mikrobiologie | QM & QS | Recht & Normen | Gesundheit

Schwefeldioxid und Sulfite (E 220 ff.) sind als Lebensmittelzusatzstoffe in der EU zugelassen (Verordnung (EG) Nr. 1333/2008). Aufgrund der wachstumshemmenden Wirkung gegenüber Hefen, Pilzen und Bakterien erfolgt die Anwendung dieser Stoffe als Konservierungsmittel. Zudem werden sie als Antioxidationsmittel verwendet, da sie unerwünschte Oxidationsprozesse in Lebensmitteln durch Luftsauerstoff unterbinden bzw. verlangsamen.

QUELLEN:
► EFSA Journal (2016; 14 (4): 4438 (151 pp.): www.efsa.europa.eu/de/efsajournal/pub/4438
► Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vom 18. Mai 2012:
www.lgl.bayern.de/lebensmittel/kennzeichnung/allergene/allergene_lebensmittel/schwefeldioxid.htm
► Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): www.bfr.bund.de/cm/343/bfr-meal-studie-vorlaufige-stoffliste.pdf

Food & Hygiene PRAXIS 04/2016, Behr's Verlag

Schwefeldioxid und Sulfite

„Aktionsplan Nanotechnologie 2020“

QM & QS | Technologie | Gesundheit

Nach Angaben der Bundesregierung wird die Förderung der Nanotechnologie weitere fünf Jahre andauern. Es wurde beschlossen, die Chancen dieser Technologie zu nutzen, um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Forschung und Produktion zu stärken und auch künftig auf die ressortübergreifende Zusammenarbeit von acht Bundesministerien (u. a. das BMEL) zu setzen. Dabei soll die Risikoforschung zu den Auswirkungen von Nanomaterialien auf Mensch und Umwelt auch zukünftig eine zentrale Rolle spielen.

QUELLEN:
► Deutschlandfunk vom 16.01.2017: www.deutschlandfunk.de/technischveraenderte-lebensmittel-bundesregierung-setzt.697.de.html?dram:article_id=376496
www.bmbf.de/pub/Aktionsplan_Nanotechnologie.pdf
www.bfr.bund.de/cm/343/nanomaterialien-und-andere-innovative-werkstoffe-anwendungssicher-und-umweltvertraeglich-fortschreibung-der-gemeinsamen-forschungsstrategie-der-bundesoberbehoerden.pdf

Food & Hygiene 02/2017, Behr's Verlag

„Aktionsplan Nanotechnologie 2020“

Bluttest für Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK)

QM & QS | Gesundheit

Ein internationales Team unter Beteiligung von Wissenschaftlern der Universität Ulm hat einen Bluttest für die sporadische oder genetisch bedingte Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK) entwickelt. Nach Angaben der Universität Ulm kann dieser für ein erstes Screening, in der Differenzialdiagnostik und als unkomplizierte Verlaufsuntersuchung in klinischen Studien eingesetzt werden. Er misst hirnspezifische Neurofilamente ‒ bereits kurz vor Ausbruch der CJK lassen sich erhöhte Neurofilament-Werte nachweisen.

QUELLE:
Scientific Reports (6, Article Number: 38737 (2016), DOI: 10.1038/srep38737)

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Bluttest für Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK)

Vegane Ernährung

Gesundheit

Für die Begriffe „vegan“ und „vegetarisch“ hat weder der nationale noch der europäische Gesetzgeber rechtsverbindliche Definitionen festgelegt. Angesichts des wachsenden Anteils an Veganern, Vegetariern und Flexitariern in der Bevölkerung und der damit steigenden Marktbedeutung veganer und vegetarischer Erzeugnisse ist für eine Wahlfreiheit der Verbraucher eine rechtsverbindliche Definition wichtig. Verbraucher, die an einer veganen bzw. vegetarischen Ernährung interessiert sind bzw. sich zu diesen Ernährungsformen bekennen, sollten über die Vor- und Nachteile informiert sein.

QUELLEN:
► Ernaehrungs Umschau international 04/2016: www.verbraucherschutzministerkonferenz.de

Food & Hygiene Praxis, Behr's Verlag, Ausgabe 04/2016, S. 19

Vegane Ernährung

Koffein

QM & QS | Recht & Normen | Gesundheit

Studien zur Sicherheit von Koffein wurden bereits in den Jahren 1983,1999 und 2003 durch das seinerzeitige Wissenschaftliche Lebensmittelkomitee (SCF) der Europäischen Kommission durchgeführt. In der Studie 2003 kam das SCF zu dem Schluss, dass Koffein die unerwünschten Auswirkungen des Alkoholkonsums nicht verstärken würde. Eine jüngste Studie hat sich mit Daten auseinandergesetzt, die in den letzten zwölf Jahren publiziert wurden und dabei schwerpunktmäßig die Interaktionen zwischen Koffein und Alkohol behandeln. Obwohl es keine „kritischen“ Hinweise auf derartige Interaktionen gibt, wird vom Komitee über die Toxizität von Chemikalien in Lebensmittelprodukten und der Umwelt (COT) empfohlen, die Thematik erneut zu bewerten. Aus diesem Grunde hat die EFSA (NDA-Panel) in einem Gutachten zu dem Fragenkomplex „Koffein, Alkohol, Energiegetränke, körperliche Aktivitäten und gesundheitliche Auswirkungen“ umfassend Stellung genommen.

QUELLEN:
► „EFSA erklärt die Risikobewertung für Koffein“:
www.efsa.europa.eu/de/corporate/doc/efsaexplainscaffeine150527de.pdf
►  EFSA Journal (2015, 13(5): 4102, DOI: 10.2903/j.efsa.2015.4102)
►  „Extensive literature search as preparatory work for the safety assessment for caffeine”:
www.efsa.europa.eu/de/supporting/doc/561e.pdf

Food & Hygiene Praxis, Behr's Verlag, Ausgabe 03/2015, S. 15ff.

Koffein

Mikro- und Nanoplastik

Hygiene & HACCP | QM & QS | Recht & Normen | Gesundheit

An den Auswirkungen, die Kunststoffabfälle in Meeren und Gewässern auf natürliche Lebensräume und die Tierwelt haben können, besteht weltweites Interesse. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat nunmehr erste Schritte in Richtung einer zukünftigen Bewertung potenzieller Risiken für Verbraucher durch Mikro- und Nanokunststoffe in Lebensmitteln, insbesondere Meeresfrüchten, unternommen. Das EFSA-Gremium für Kontaminanten in der Lebensmittelkette (CONTAM) hat die vorhandene Literatur zu dieser Thematik umfassend ausgewertet und festgestellt, dass die Daten über Auftreten, Toxizität und Verbleib dieser Materialien für eine vollständige Risikobewertung noch unzureichend sind. Allerdings zeigte sich auch, dass die Nanokunststoffe besondere Aufmerksamkeit verlangen und Forschungsschwerpunkte erforderlich sind, um die vorhandenen Wissenslücken zu schließen und um zu einer sachgerechten Beurteilung möglicher gesundheitlicher Risiken für den Menschen zu gelangen.

QUELLEN:
► Pressemitteilung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) vom 23. Juni 2016:
www.efsa.europa.eu/de/press/news/160623
►  Stellungnahme Nr. 13 des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) vom 30.April 2015:
www.bfr.bund.de/cm/343/mikroplastikpartikel-in-lebensmitteln.pdf
►  EEA Report No 2/2015 („State of Europe`s seas”):
www.kowi.de/Portaldata/2/Resources/horizon2020/coop/EEA-State-of-Europes-Seas.pdf
►  „GESAMP Workshop on Sources, fate and effects of microplastics in the marine environment”:
www.gesamp.org/gesamp-workshop-on-sources_-fate-and-effects-of-microplastics-in-the-marine-environment

Food & Hygiene Praxis, Behr's Verlag, Ausgabe 03/2016, S. 2ff.

Mikro- und Nanoplastik

Isoflavone

Recht & Normen | Gesundheit

Isoflavone sind sekundäre Pflanzenstoffe und kommen insbesondere in Soja und Rotklee vor. Sie haben eine chemische Struktur, die den Östrogenen (weiblichen Geschlechtshormonen) ähnlich ist. Bei ihrer Interaktion mit Östrogenrezeptoren können sie die Wirkung im Körper gebildeter („endogener“) Hormone nachahmen, sie aber auch blockieren. Diskutiert wird, ob Isoflavone günstige gesundheitliche Wirkungen auf die Knochendichte, peri- und postmenopausale Beschwerden, das Herz-Kreislauf-System und kognitive Funktionen sowie krebsverhindernde („präventive“) Eigenschaften haben können. Aus diesem Grund werden sie in zahllosen Nahrungsergänzungsmitteln angeboten. Zugelassene Medikamente sind auf dem deutschen Arzneimittelmarkt jedoch nicht erhältlich, weil die Wirksamkeit bisher nicht bewiesen werden konnte. Manche Ärzte warnen im Gegenteil vor zu reichlichem Genuss von Sojaprodukten und Nahrungsergänzungsmitteln mit isolierten Isoflavonen, weil Flavonoide unerwünschte Wirkungen haben können.

QUELLE:
► Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): www.bfr.bund.de/de/a-z_index/isoflavone-9777.html
► Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA): www.efsa.europa.eu/de/press/news/151021
► EFSA Journal (2015; 13(10): 4246 (342 pp.), DOI: 10.2903/j.efsa.2015.4246)

Food & Hygiene Praxis, Behr's Verlag, Ausgabe 01/2016, S. 12ff.

Isoflavone

Öko-Landbau: Strukturdaten 2015

Gesundheit

Laut der aktuellen Strukturdatenerhebung zur ökologischen Landwirtschaft in Deutschland für 2015, die im Auftrag der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) von der Agrarmarkt Informationsgesellschaft (AMI) in Bonn durchgeführt wurde, haben die deutschen Bio-Landwirte ihre Erlöse um fast 10 % erhöht. Die Betriebe profitierten von Preissteigerungen bei pflanzlichen Produkten (z. B. Gemüse, Kartoffeln) vor allem aufgrund der geringen Erntemengen (Gemüse: minus 7 %) gegenüber 2014, obwohl sich die Anbauflächen um knapp 2 % erhöht hatten.

QUELLE:
► Pressemitteilung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) vom 13.10.2016

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Öko-Landbau: Strukturdaten 2015
Behr's Verlag