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  • Lebensmittelabfälle im Einzelhandel

    Im Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland werden jährlich rund 500.000 Tonnen Lebensmittel als Abfall aussortiert. Das haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Thünen-Instituts in enger Zusammenarbeit mit 13 Handelsunternahmen ermittelt. Einbezogen wurden dafür nicht nur Daten aus dem organisierten Einzelhandel, also Supermärkte, Discounter und Verbrauchermärkte, sondern auch andere Einzelhändler wie Drogeriemärkte, Bäckereien, Fleischereien, Onlinehandel, Wochenmärkte oder Tankstellen. In Supermärkten, Discountern und Verbrauchermärkten fallen 290.000 Tonnen an, bei den anderen Einzelhändlern kommen noch einmal 210.000 Tonnen hinzu. Die Berechnungen, die im Rahmen des Projekts „Dialogforum Groß- und Einzelhandel zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung“ durchgeführt wurden, basieren auf freiwillig bereitgestellten Daten zu Umsatzverlusten aus dem Jahr 2019.

    QUELLE:
    ► Pressemitteilung Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei vom 03.03.2021

    Dr. Greta Riel

Neues zu Themen rund um HACCP

Das Verwaltungsgericht Karlsruhe hat eine Klage eines Keksherstellers abgewiesen. Das Gericht in Karlsruhe hat einem Online-Händler verboten, seine Sägemehlkekse weiter zu verkaufen. Die Kekse seien für den menschlichen Verzehr objektiv ungeeignet, urteilte das Gericht. Das zur Herstellung der Kekse verwendete Sägemehl sei ein Stoff für technische Anwendungen und werde nicht einmal in Tierfutter verwendet.

QUELLE:
► Meldung foodwatch e.V. vom 22.12.2020

Dr. Greta Riel

Sägemehlkekse dürfen nicht verkauft werden

Insgesamt 13 Proben Granatäpfel aus konventionellem Anbau wurden im Jahr 2020 im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des LAVES auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht. Hiervon stammten sechs Proben aus der Türkei, zwei Proben aus Indien, zwei Proben aus Israel, und eine Probe stammte aus Spanien. Bei zwei Proben lag keine Angabe des Herkunftslandes vor.

In allen 13 Proben waren Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachweisbar. Die zulässigen Pestizidhöchstgehalte wurden von vier Proben aus der Türkei, einer Probe aus Spanien und von zwei Proben ohne Angabe des Anbaulandes überschritten.

QUELLE:
► Meldung Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES)

Dr. Greta Riel

Pestizide in Granatäpfeln

Die Umweltorganisation Germanwatch hat in Supermärkten in Deutschland, Frankreich, Polen, Spanien und den Niederlanden Geflügelfleisch gekauft und 165 Proben in einem Labor der Universität Bochum untersuchen lassen. Probekäufe bei zwei Discountern haben in fünf europäischen Ländern ergeben: 51 Prozent der Hähnchenfleischproben sind mit resistenten Keimen belastet. Die aktuelle Untersuchung zeigt außerdem: 35 Prozent der untersuchten Hähnchen war mit Keimen belastet, die gegen sogenannte Reserve-Antibiotika resistent sind. 

Bei Geflügelfleisch eines deutschen Geflügelkonzerns wurden in 59 Prozent aller Proben antibiotikaresistente Erreger gefunden. 25 Prozent trugen dabei den, als sogenannten Krankenhauskeim bekannten, Erreger MRSA in sich. In Frankreich gekauftes Hühnerfleisch war in 45 Prozent der Fälle mit multiresistenten Keimen belastet. In den Niederlanden war jede dritte Hähnchenfleischprobe mit resistenten Keimen belastet. 

QUELLE:
► Meldung zdf.de 21.10.2020

Dr. Greta Riel

Resistente Keime bei Discounter-Geflügel
Behr's Verlag