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Neues zu Themen rund um HACCP

Die Umweltorganisation Germanwatch hat in Supermärkten in Deutschland, Frankreich, Polen, Spanien und den Niederlanden Geflügelfleisch gekauft und 165 Proben in einem Labor der Universität Bochum untersuchen lassen. Probekäufe bei zwei Discountern haben in fünf europäischen Ländern ergeben: 51 Prozent der Hähnchenfleischproben sind mit resistenten Keimen belastet. Die aktuelle Untersuchung zeigt außerdem: 35 Prozent der untersuchten Hähnchen war mit Keimen belastet, die gegen sogenannte Reserve-Antibiotika resistent sind. 

Bei Geflügelfleisch eines deutschen Geflügelkonzerns wurden in 59 Prozent aller Proben antibiotikaresistente Erreger gefunden. 25 Prozent trugen dabei den, als sogenannten Krankenhauskeim bekannten, Erreger MRSA in sich. In Frankreich gekauftes Hühnerfleisch war in 45 Prozent der Fälle mit multiresistenten Keimen belastet. In den Niederlanden war jede dritte Hähnchenfleischprobe mit resistenten Keimen belastet. 

QUELLE:
► Meldung zdf.de 21.10.2020

Dr. Greta Riel

Resistente Keime bei Discounter-Geflügel

Die Ergebnisse des Zoonosen-Monitorings der Bundesländer im Rahmen der amtlichen Lebensmittel- und Veterinärüberwachung 2019 zeigen, dass Rohmilch potenziell krankmachende Keime enthalten kann.

Tankmilch, also unbehandelte Milch direkt vom Erzeugerbetrieb, war zu 4,9 % mit Shiga Toxin-bildenden E. coli (STEC) kontaminiert. Die Bedeutung von Rohmilch als mögliche Quelle für STEC-Infektionen des Menschen wird dadurch unterstrichen, dass die gewonnenen Bakterien-Isolate besonders häufig Träger des eae-Gens – einer der Hauptvirulenzfaktoren von STEC – waren.

QUELLE:
► Meldung Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) vom 19.11.2020

Dr. Greta Riel

Zoonosen-Monitoring 2019: Untersuchung von Rohmilch

Seit 2011 können Unternehmen, aber auch Forschungseinrichten von der US-Landwirtschaftsbehörde USDA offiziell überprüfen lassen, wie eine neu entwickelte Pflanze rechtlich einzustufen ist („Am I Regulated-Prozess“). Dazu müssen sie Informationen über die Verfahren und die damit erzielte Veränderung vorlegen. Wenn bei genom-editierten Pflanzen kein „artfremdes“ Genmaterial eingeführt wurde und die Pflanze „transgen-frei“ ist, erhalten sie in der Regel grünes Licht.

Bis 2019 wurden in jedem Jahr weniger als zehn Anfragen zu genom-editierten Pflanzen und Organismen eingereicht. Die Zahl ist 2020 nun geradezu explodiert. Aufgrund niedriger Hürden haben auch kleine Unternehmen und Startups entsprechende Anfragen bei der Landwirtschaftsbehörde gestellt.

QUELLE:
► Meldung Forum Bio- und Gentechnologie e.V. vom 11.11.2020

Dr. Greta Riel

USA: Boom bei genom-editierten Pflanzen
Behr's Verlag