Samstag, 16. Dezember 2017

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  • Fischvergiftungen

    Ciguatera-Vergiftungen nehmen zu ‒ Botulismus sehr selten

    Fischvergiftungen

    Was sind Ciguatoxin und Ciguatera?

    Vor allem in tropischen und subtropischen Ländern können Fische und Schalentiere marine Biotoxine enthalten. Zu diesen Toxinen gehört auch das Ciguatoxin und eine Lebensmittelvergiftung nach Aufnahme dieses Toxins wird als „Ciguatera“ bezeichnet.

    QUELLEN:
    ► Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vom 04. Mai 2017: Botulismusgefahr und Warnung vor dem Verzehr von Plötze-Trockenfisch
    ► BfR: Fragen und Antworten vom 23. Januar 2015 zu Botulismus
    ► EFSA vom 07. Juni 2010: www.efsa.europa.eu/de/efsajournal/pub/1627
    ► FAO: Ciguatera Fish Poisoning (CFP)
    ► BfR: Suchpunkt Ciguatoxin
    ► RKI: Fallbeispiele zu Botulismus

    Prof. Dr. Walther Heeschen, Jan Peter Heeschen

Neues zu Themen rund um HACCP

Krisenmanagement – Verbesserung des Informationsflusses auf EU-Ebene

Recht & Normen

Auf Anregung von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hatte die EU-Kommission das „Fipronil“-Geschehen am 05. September 2017 auf die Tagesordnung des informellen Agrarministertreffens in Tallinn (Estland) gesetzt. Mit den Amtskollegen aus Belgien, Frankreich und den Niederlanden verständigte sich der Bundeslandwirtschaftsminister auf eine Arbeitsgruppe, die Vorschläge für eine europäische Koordination in Krisenfällen vorlegen wird mit dem zentralen Anliegen, einen schnellen Informationsfluss zwischen den Mitgliedstaaten zu gewährleisten, damit das Europäische Schnellwarnsystem (RASFF) seinem Namen und Anspruch gerecht werden kann.

QUELLEN:
► Pressemitteilung Nr. 88 des BMEL vom 26. September 2017
► European Commission („Conclusions from the Ministerial Conference on the follow up of the fipronil incident”) vom 26. September 2017

Krisenmanagement – Verbesserung des Informationsflusses auf EU-Ebene

Vogelgrippe: Virus durch Schale infektiös

Mikrobiologie | QM & QS

Eine Übertragung von Vogelgrippe-Viren von Mensch zu Mensch findet nicht sehr häufig statt. Eine mögliche Ursache, dass die Viren Menschen nicht direkt infizieren, könnte eine eierschalenartige Mineralschicht sein, die die Viren aufgrund der hohen Kalzium-Konzentration im Darm von Vögeln – dem vorwiegenden Aufenthaltsort von Vogelgrippe-Viren – erhalten. Laut einer Mitteilung der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) haben Wissenschaftler um Hangyu Zhou bei Versuchen mit in einer dem Vogeldarm-Milieu nachempfundenen Lösung analysiert, dass sich um H9N2- und H1N1-Viren 5 bis 6 nm dicke Schalen aus einem Kalziumphosphat-Mineral bilden.

QUELLE:
► Angewandte Chemie vom 17.08.2017 (DOI: 10.1002/ange.201705769)

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Vogelgrippe: Virus durch Schale infektiös

Erdnussallergie: Orale Immuntherapie und Probiotika zeigen Wirkung

Gesundheit

Laut einer Pilotstudie hat die Kombination einer oralen Immuntherapie mit einem Probiotikum eine dauerhafte Toleranz auf Erdnüsse erreicht, die den meisten pädiatrischen Patienten den Verzehr von Erdnüssen ermöglicht. Ein Forscherteam um Mimi Tang (Murdoch Children`s Research Institute (Melbourne)) hatte 62 Kinder im Alter von ein bis zehn Jahren mit nachgewiesener Erdnussallergie (positiv orale Provokation plus Pricktest bzw. Radio-Allergo-Sorbent-Test (RAST)) auf eine orale Immuntherapie oder eine Placebobehandlung randomisiert. Die 18-monatige Immuntherapie wurde mit der täglichen Gabe des Probiotikums Lactobacillus rhamnosus kombiniert.

QUELLEN:
► Lancet Child & Adolescent Health vom 15.08.2017 (DOI: 10.1016/S2352-4642(17)30041-X)
► Journal of Investigational Allergology and Clinical Immunology (2017; DOI: 10.18176/jiaci.0143)
► Journal of Allergy and Clinical Immunology von März 2015 (DOI: 10.1016/j.jaci.2014.11.034)

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Erdnussallergie: Orale Immuntherapie und Probiotika zeigen Wirkung
Behr's Verlag