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Neues zu Themen rund um HACCP

Fusobakterien und Ernährung: Beeinflussung des Darmkrebsrisikos?

Mikrobiologie | Gesundheit

Sich vollwertig ernährende Menschen sind in zwei prospektiven Beobachtungsstudien seltener an Tumoren erkrankt, in denen Gene von Fusobacterium nucleatum ermittelt wurden. Bei Tumoren ohne Nachweis des Darmbakteriums bestand keine Verbindung zum Ernährungsverhalten. Der Nachweis von F. nucleatum ist häufig mit einem aggressiven Verlauf von bestimmten Krebsen des Dickdarms (Kolorektalkarzinome) verbunden. F. nucleatum gehört zu den Darmbakterien, die durch eine westliche Kost mit einem hohen Anteil von rotem und verarbeitetem Fleisch begünstigt werden.

QUELLE:
► JAMA Oncology vom 26.01.2017:
http://jamanetwork.com/journals/jamaoncology/article-abstract/2598745

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Fusobakterien und Ernährung: Beeinflussung des Darmkrebsrisikos?

Indien: Litschi ‒ Ursache toxischer Unterzuckerungen bei Kindern

Gesundheit

Nach Angaben von US-Wissenschaftlern können die Früchte des Litschibaumes bei hohem Verzehr eine toxische Unterzuckerung auslösen. Die Experten hatten eine rätselhafte Epidemie im indischen Bundesstaat Bihar untersucht, von der vor allem Kinder betroffen waren. Seit 1995 kommt es in der Umgebung der Stadt Muzaffarpur (Nordindien) zwischen Mitte Mai und Juni insbesondere bei Kindern aus ärmeren Familien zu ungeklärten Krankheitsfällen. Die Kinder entwickeln eines Morgens Krampfanfälle und Bewusstseinsstörungen, von denen sich viele nicht wieder erholen.

QUELLE:
► The Lancet Global Health vom 30.01.2017:
www.thelancet.com/journals/langlo/article/PIIS2214-109X(17)30035-9/abstract

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Indien: Litschi ‒ Ursache toxischer Unterzuckerungen bei Kindern

Clostridium difficile

Hygiene & HACCP | Mikrobiologie

C. difficile ist ein obligat anaerob wachsendes, grampositives Stäbchenbakterium, das sehr resistente Sporen mit hoher Toleranz gegenüber Hitze und Austrocknung und einer Reihe verschiedener chemischer Substanzen einschließlich bestimmter Desinfektionsmittel bildet. Die erstmalige Identifizierung erfolgte Ende der 1970er-Jahre als Erreger von Durchfallerkrankungen im Zusammenhang mit einer Behandlung mit Antibiotika.

QUELLEN:
► BfR-Symposium Zoonosen und Lebensmittelsicherheit („Clostridium difficile als Zoonosenerreger? Ein Update“ (Sven Maurischat)): www.bfr.bund.de/cm/343/symposium-zoonosen-und-lebensmittelsicherheit-abstracts.pdf
► Robert Koch-Institut (RKI): www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Clostridium.html?nn=2393714
► Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL): www.lgl.bayern.de/suche/index.htm?q=Clostridium%20difficile

Food & Hygiene PRAXIS 01/2017, S. 2 f., Behr's Verlag

Clostridium difficile

Können Nüsse vor Darmkrebs schützen?

Gesundheit

Nach Angaben von Wissenschaftlern der Universität Jena können Nüsse das Wachstum von Krebszellen im Darm verringern. Laut der Ernährungswissenschaftlerin Wiebke Schlörmann befinden sich in Nüssen unzählige Inhaltsstoffe, die positiv für das Herz-Kreislauf-System sind und vor Übergewicht oder Diabetes schützen. Der Körper verfügt über eine Reihe von Schutzmechanismen, die reaktive Sauerstoffspezies unschädlich machen ‒ diese werden durch Nüsse und ihre Inhaltsstoffe angekurbelt.

QUELLEN:
► Friedrich-Schiller-Universität Jena vom 06.02.2017
► Molecular Carcinogenesis (DOI: 10.1002/mc.22606)

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Können Nüsse vor Darmkrebs schützen?
Behr's Verlag