Passwort vergessen?

Neues zu Themen rund um HACCP

Ökotest untersuchte 24 Produkte. Die Haferflocken zweier Marken waren so stark mit Nickel belastet, dass ein Erwachsener mit 60 Kilogramm Körpergewicht mit einer 50-Gramm-Portion den derzeit gültigen TDI (tolerierbare Aufnahmemenge pro Tag), der durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA festgelegt wurde, überschreitet. In vier überprüften Packungen Haferflocken betrugen die Nickelgehalte mehr als die Hälfte des TDI. 

Nachgewiesen wurden zudem Schimmelpilzgifte. Es handelte sich um T2- und HT2-Toxine. Diese sind Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen, die das Getreide auf dem Feld befallen. Je nach Witterungsbedingungen sind sie schwer zu vermeiden. Daher sind Kontrollen nötig, um Waren mit höheren Belastungen nicht in den Handel zu bringen. In einer Packung Haferflocken im Test sind die Gehalte von Schimmelpilzgiften stark erhöht, weil die tägliche Aufnahmemenge, die laut EFSA tolerierbar ist, mit einer 50-Gramm-Portion Haferflocken überschritten wird. In vier weiteren Produkten hat das Labor erhöhte Gehalte festgestellt. Alle anderen Haferflocken enthielten Spuren der Gifte. Alle Hersteller hielten allerdings die aktuell gültigen EU-Richtwerte für die Toxine ein.

QUELLE:
► Meldung Ökotest vom 12.11.2020

Dr. Greta Riel

Nickel, Schimmelpilzgifte und Mineralöl in Haferflocken

Bislang wurden als Fleischersatz vor allem Imitate aus Soja, Lupine oder Weizenkleber angeboten. Ein kalifornisches Unternehmen hat in Singapur nun die weltweit erste Erlaubnis bekommen, synthetisches Fleisch aus echten Muskelzellen auf den Markt zu bringen. Es handelt sich um Geflügelfleisch, das zunächst in Form von Chicken Nuggets angeboten werden soll. 

QUELLE:
► Meldung sueddeutsche.de vom 03.12.2020

Dr. Greta Riel

Hühnchen aus dem Labor

Das Verwaltungsgericht Karlsruhe hat eine Klage eines Keksherstellers abgewiesen. Das Gericht in Karlsruhe hat einem Online-Händler verboten, seine Sägemehlkekse weiter zu verkaufen. Die Kekse seien für den menschlichen Verzehr objektiv ungeeignet, urteilte das Gericht. Das zur Herstellung der Kekse verwendete Sägemehl sei ein Stoff für technische Anwendungen und werde nicht einmal in Tierfutter verwendet.

QUELLE:
► Meldung foodwatch e.V. vom 22.12.2020

Dr. Greta Riel

Sägemehlkekse dürfen nicht verkauft werden

Insgesamt 13 Proben Granatäpfel aus konventionellem Anbau wurden im Jahr 2020 im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des LAVES auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht. Hiervon stammten sechs Proben aus der Türkei, zwei Proben aus Indien, zwei Proben aus Israel, und eine Probe stammte aus Spanien. Bei zwei Proben lag keine Angabe des Herkunftslandes vor.

In allen 13 Proben waren Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachweisbar. Die zulässigen Pestizidhöchstgehalte wurden von vier Proben aus der Türkei, einer Probe aus Spanien und von zwei Proben ohne Angabe des Anbaulandes überschritten.

QUELLE:
► Meldung Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES)

Dr. Greta Riel

Pestizide in Granatäpfeln
Behr's Verlag