Montag, 28. September 2020

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  • Pflanzenschutzmittelrückstände in Tomaten

    Im Lebensmittel- und Veterinärinstitut des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) wurden im Jahr 2019 insgesamt 118 Tomatenproben auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln inklusive Chlorat und Perchlorat untersucht.

    Angegebene Herkunftsländer waren 39-mal die Niederlande, 37-mal Spanien, 19-mal Deutschland, 10-mal Belgien, 9-mal Marokko und 2-mal Italien. Bei 2 Proben war der Ursprung der Tomaten nicht angegeben. 13 Proben aus ökologischem Anbau stammten 9-mal aus Spanien, 2-mal aus den Niederlanden und 2-mal aus Deutschland.

    QUELLE:
    ►  Meldung Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) vom 16.01.2020

    Dr. Greta Riel

Neues zu Themen rund um HACCP

Beim Forschungsprojekt „Food Fraud - Analytik gegen Lebensmittelbetrug und Täuschung“ an den Chemischen und Veterinäruntersuchungsämtern Baden-Württembergs standen Lebensmittel im Fokus, die unter den Top 10 mit dem größten Verfälschungsrisiko stehen.

Bei Eiern wird derzeit zur Überprüfung der Rechtmäßigkeit der Bio-Angabe eine auf der NMR-Technik (nuclear magnetic resonance = NMR)  und multivariaten Datenanalyse beruhende Methode in die Routine der Lebensmittelüberwachung eingeführt. Der Nachweis des synthetischen Farbstoffs Canthaxanthin im Eigelb wird bei der Differenzierung von Bio/konventionellen Eiern herangezogen. Die bereits in der Überwachung eingesetzte Methode zur Überprüfung der angegebenen Herkunft mittels Stabilisotopen-Analytik bei Eiern wurde weiter optimiert.

QUELLE:
►  Quelle: Bericht Chemische und Veterinäruntersuchungsämter (CVUA) Karlsruhe und Freiburg vom 10.07.2020

Dr. Greta Riel

Neue Analysenmethoden gegen Lebensmittelbetrug und Täuschung

Es gibt ca. 40 zugelassene und als gesundheitlich unbedenklich eingestufte Lebensmittelfarbstoffe, die deklariert werden müssen. Verbraucherinnen und Verbraucher können so frei entscheiden, ob sie gefärbte Lebensmittel kaufen wollen oder nicht. Kritisch wird es jedoch, wenn Lebensmittelhersteller selbst nicht sicher sein können, ob bei der Weiterverarbeitung nicht-zugelassene Farbstoffe beigemischt wurden.

Hier setzt ein FEI-Projekt der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) an, das von einem Forschungsteam des Deutschen Instituts für Lebensmitteltechnik in Quakenbrück und der Technischen Universität Braunschweig durchgeführt wird:

QUELLE:
►  Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) > Projekt des Monats Juni 2020

Dr. Greta Riel

Schnellverfahren für den Nachweis unerlaubter Farbstoffe in Lebensmitteln entwickelt

Bei Geflügelfleisch tauchen immer wieder Probleme für die Lebensmittelsicherheit auf, weil diese mit Pathogenen, insbesondere Campylobacter und Salmonella kontaminiert sind. Chlorbehandlungen im Schlachtprozess sind nur bedingt sinnvoll und sind in der EU nicht  zugelassen.

Zur Erforschung dieser Thematik läuft am DIL (Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik e. V.) in Quakenbrück aktuell ein Forschungsprojekt, bei dem der Einsatz von Bakteriophagen und Laserbestrahlung kombiniert werden. Um die bakterielle Belastung zu reduzieren werden verschiedene Verfahren mit unterschiedlicher Wirkungsweise, optische Technologien und biotechnologische Verfahren zur Dekontamination kombiniert. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom DIL setzen Bakteriophagen ein, um der Kontamination mit Pathogenen gezielt entgegen zu wirken.

QUELLE:
►  Pressemitteilung DIL Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik e. V. vom 16.06.2020

Dr. Greta Riel

Bakteriophagen und Laserbestrahlung zur Dekontamination von Geflügelfleisch
Behr's Verlag