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Neues zu Themen rund um HACCP

Hautdiphtherie: Mehr Infektionen durch Haustiere?

Mikrobiologie

In Deutschland steigt möglicherweise die Zahl von zoonotischen Infektionen mit Corynebacterium ulcerans, das auch von Haustieren übertragen werden kann. Im Konsiliarlabor für Diphtherie am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wurden zwischen 2011 und 2016 in 66 Isolaten C. ulcerans nachgewiesen ‒ 56 Proben waren von Haut oder Weichteilen entnommen worden. Lediglich sechs Isolate stammten aus dem Mund-Rachen-Raum ‒ dem üblichen Ausgangsort einer Diphtherie.

QUELLE:
► Epidemiologisches Bulletin Nr. 8 des RKI vom 22.02.2018

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Hautdiphtherie: Mehr Infektionen durch Haustiere?

Neonicotinoide: Risiken für Bienen bestätigt

QM & QS

Den Bewertungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zufolge stellt die Mehrzahl der Anwendungen von Neonicotinoid-haltigen Pestiziden ein Risiko für Wild- und Honigbienen dar. Die EFSA hat die Risikobewertungen für die Neonicotinoide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam aktualisiert, die in der EU aufgrund der von diesen ausgehenden Bedrohung für Bienen aktuell Beschränkungen unterliegen. Mit den neuen Schlussfolgerungen werden die Ergebnisse von 2013 aktualisiert, nach deren Veröffentlichung die EU-Kommission die Verwendung der drei Neonicotinoide kontrollieren ließ.

QUELLE:
► Pressemitteilung der EFSA vom 28.02.2018

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Neonicotinoide: Risiken für Bienen bestätigt

Kann Trehalose C. difficile-Infektionen begünstigen?

Mikrobiologie | Gesundheit

Studien zufolge könnte die verstärkte Nutzung der Trehalose („Mykose“) zum Süßen von Nahrungsmitteln die Ausbreitung der virulenten Clostridium difficile-Stämme RT027 und RT078 begünstigt haben, die für die Zunahme von Todesfällen durch antibiotikaresistente Darminfektionen verantwortlich gemacht werden.

Laut Schätzungen des Centers for Disease Control and Prevention (CDC) sind in 2015 in den USA nahezu eine halbe Million C. difficile-Infektionen (CDI) aufgetreten und ca. 29.000 Menschen verstorben. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden in 2016 in Deutschland 2.337 Fälle gemeldet. Der Zuwachs wird auf die Ribotypen (RT) 027 und 078 zurückgeführt ‒ der Grund für die starke Ausbreitung in den letzten Jahren ist unbekannt.

QUELLE:
► Nature vom 03.01.2018 (DOI: 10.1038/nature25178)

Univ.-Prof. Dr. Walther Heeschen
Dipl.-Ing. Agr. Jan Peter Heeschen

Kann Trehalose C. difficile-Infektionen begünstigen?
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