Dienstag, 19. Januar 2021

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  • Pestizide in Granatäpfeln

    Insgesamt 13 Proben Granatäpfel aus konventionellem Anbau wurden im Jahr 2020 im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des LAVES auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht. Hiervon stammten sechs Proben aus der Türkei, zwei Proben aus Indien, zwei Proben aus Israel, und eine Probe stammte aus Spanien. Bei zwei Proben lag keine Angabe des Herkunftslandes vor.

    In allen 13 Proben waren Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachweisbar. Die zulässigen Pestizidhöchstgehalte wurden von vier Proben aus der Türkei, einer Probe aus Spanien und von zwei Proben ohne Angabe des Anbaulandes überschritten.

    QUELLE:
    ► Meldung Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES)

    Dr. Greta Riel

Neues zu Themen rund um HACCP

Die mikrobiologische Beschaffenheit von zehn Proben Sushi aus handwerklicher Herstellung wurde durch das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (LALLF) untersucht. Grobe hygienische Abweichungen lagen nicht vor. Die Sushi-Erzeugnisse stammten aus Sushi-Bars oder Verkaufsständen im Lebensmitteleinzelhandel, sie waren also nicht industriell vorabgepackt oder eingefroren.

Drei Proben waren hinsichtlich erhöhter, aber noch nicht beanstandungswürdiger Gehalte an Verderbniserregern, z. B. Hefen, Schimmelpilze und Pseudomonaden bzw. Hygieneindikatoren, wie Enterobacterien, auffällig. In einer Probe wurde das Vorhandensein des Krankheitserregers Listeria monocytogenes nachgewiesen, der aber in nicht quantifizierbaren Mengen vorhanden war. Letztlich sind zwei Proben wegen nicht korrekter Allergenkennzeichnungen beanstandet worden.

QUELLE:
► Meldung Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern vom 03.11.2020

Dr. Greta Riel

Aktuelle Sushi-Untersuchungsergebnisse

Die Industriechemikalie Bisphenol A wird vor allem als Ausgangssubstanz für die Herstellung von Polycarbonat-Kunststoffen und Kunstharzen verwendet. Aufgrund ihrer gefährlichen Eigenschaften ist sie in Europa weitreichenden gesetzlichen Regelungen unterworfen. In der im Fachblatt „JAMA Network Open“ veröffentlichten Untersuchung der Universität von Iowa wurde der Frage nachgegangen, ob die Belastung mit BPA, ermittelt durch den BPA-Gehalt im Urin, und die Sterblichkeit zusammenhängen. Daten aus einem Fragebogen und einer auf BPA untersuchten Urinprobe von 3.883 Personen in den USA wurden in den Jahren 2003 bis 2008 erhoben und mit bis zum Jahr 2015 beobachteten Sterblichkeitsdaten verknüpft.

QUELLE:
► Mitteilung Nr. 046/2020 des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) vom 5. 10.2020

Dr. Greta Riel

Erhöhtes Sterberisiko durch Bisphenol A?

Patulin kann besonders in angefaultem Kernobst, aber auch anderen faulenden Obstsorten und im Getreide vorkommen. Für den Verbraucher ist der Verzehr eines einzelnen Produktes mit erhöhtem Patulingehalt keine akute Gefahr. In höheren Dosen kann es zu Erbrechen und Verdauungsstörungen führen. Außerdem soll es leber- und nierenschädigend sein. Es wird daher dazu geraten, angefaultes Obst weder zu essen, noch weiter zu Saft, Kompott, Marmelade oder auch Wein zu verarbeiten. Mykotoxine sind weitgehend hitzestabil und verlieren daher ihre Wirkung durch Erhitzen nicht.

In diesem Jahr sind im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) M-V in Rostock 46 Proben mit oder aus Äpfeln und Birnen bestehende Lebensmittel auf das Schimmelpilzgift Patulin untersucht worden. Die Proben stammten aus dem Einzelhandel, Drogerien und Mostereien des Landes.

QUELLE:
► Meldung Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern vom 02.12.2020

Dr. Greta Riel

Patulin als Qualitätsindikator bei Apfel- und Birnenprodukten
Behr's Verlag