Freitag, 26. Februar 2021

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Neues zu Themen rund um HACCP

Im Rahmen der amtlichen Lebensmittelüberwachung wurden am CVUA Stuttgart in den vergangenen 5 Jahren insgesamt 228 Proben Kartoffeln aus konventionellem Anbau auf Rückstände von Pestiziden und Kontaminanten untersucht. In 212 dieser Proben (93 %) wurden Rückstandsgehalte nachgewiesen, 177 Proben (78 %) enthielten dabei Mehrfachrückstände. Eine Überschreitung der gesetzlich festgelegten Höchstgehalte wurde in 10 Proben Kartoffeln festgestellt. Fünf dieser Proben stammten aus Deutschland, drei aus Zypern und je eine aus Frankreich und Israel. Zusätzlich wurden acht Proben aufgrund eines überhöhten Gehaltes des Wirkstoffes Chlorat beanstandet. Chlorat-Rückstände in pflanzlichen Lebensmitteln können auch infolge einer Verunreinigung durch die Umwelt in das Lebensmittel gelangen.

QUELLE:
► Meldung des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart vom 10.11.2020

Dr. Greta Riel

Kartoffeln auf Rückstände untersucht

Der Europäische Gerichtshof hat mit seinem Urteil vom 19. November 2020 festgelegt, dass der aus der Hanfpflanze extrahierte Wirkstoff Cannabidiol (CBD) nicht als Suchtstoff einzustufen ist. Die Europäische Kommission hat daraufhin die EU-Mitgliedstaaten informiert, dass – dem Urteil folgend – CBD-haltige Produkte Lebensmittel sein können, sofern sie keine arzneiliche Wirkung haben.

Um als Lebensmittel in Verkehr gebracht werden zu können, ist für Produkte mit Cannabidiol eine EU-weite Zulassung als neuartiges Lebensmittel (Novel Food) notwendig. Der Europäischen Kommission liegen derzeit über 50 Anträge vor, deren Prüfung sie nach dem EuGH-Urteil wiederaufgenommen hat. 

QUELLE:
► Meldung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) 15.12.2020

Dr. Greta Riel

Bundesamt dämpft Hanf-Hype

Ökotest untersuchte 24 Produkte. Die Haferflocken zweier Marken waren so stark mit Nickel belastet, dass ein Erwachsener mit 60 Kilogramm Körpergewicht mit einer 50-Gramm-Portion den derzeit gültigen TDI (tolerierbare Aufnahmemenge pro Tag), der durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA festgelegt wurde, überschreitet. In vier überprüften Packungen Haferflocken betrugen die Nickelgehalte mehr als die Hälfte des TDI. 

Nachgewiesen wurden zudem Schimmelpilzgifte. Es handelte sich um T2- und HT2-Toxine. Diese sind Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen, die das Getreide auf dem Feld befallen. Je nach Witterungsbedingungen sind sie schwer zu vermeiden. Daher sind Kontrollen nötig, um Waren mit höheren Belastungen nicht in den Handel zu bringen. In einer Packung Haferflocken im Test sind die Gehalte von Schimmelpilzgiften stark erhöht, weil die tägliche Aufnahmemenge, die laut EFSA tolerierbar ist, mit einer 50-Gramm-Portion Haferflocken überschritten wird. In vier weiteren Produkten hat das Labor erhöhte Gehalte festgestellt. Alle anderen Haferflocken enthielten Spuren der Gifte. Alle Hersteller hielten allerdings die aktuell gültigen EU-Richtwerte für die Toxine ein.

QUELLE:
► Meldung Ökotest vom 12.11.2020

Dr. Greta Riel

Nickel, Schimmelpilzgifte und Mineralöl in Haferflocken

Bislang wurden als Fleischersatz vor allem Imitate aus Soja, Lupine oder Weizenkleber angeboten. Ein kalifornisches Unternehmen hat in Singapur nun die weltweit erste Erlaubnis bekommen, synthetisches Fleisch aus echten Muskelzellen auf den Markt zu bringen. Es handelt sich um Geflügelfleisch, das zunächst in Form von Chicken Nuggets angeboten werden soll. 

QUELLE:
► Meldung sueddeutsche.de vom 03.12.2020

Dr. Greta Riel

Hühnchen aus dem Labor
Behr's Verlag