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  • Verstärkte Untersuchungen von schwarzem Pfeffer aus Brasilien

    Weltweit kommt es immer wieder zu Salmonellose-Ausbrüchen durch kontaminierten Pfeffer. Aufgrund von Salmonellen-Nachweisen in nicht zerkleinertem, schwarzem Pfeffer aus Brasilien verordnete die EU die Untersuchung dieser scharfen Früchte bei der Einfuhr ab Januar 2019 mit, in der Regel, je 10 Proben pro Warensendung. Dabei umfasst eine Sendung meistens mehr als 20 Tonnen.

    Das Institut für Hygiene und Umwelt Hamburg untersuchte seit Beginn der EU-Kontrollmaßnahme 2019 bis heute 185 Sendungen nicht zerkleinerten, schwarzen Pfeffers aus Brasilien.

    QUELLE:
    ► Meldung Institut für Hygiene und Umwelt Hamburg vom 21.04.2021

    Dr. Greta Riel

Neues zu Themen rund um HACCP

Viele EU-Länder haben einen Vorschlag von Bundesagrarministerin Julia Klöckner unterstützt, dass die Haltungsformen von Legehennen bei verarbeiteten Lebensmitteln gekennzeichnet werden sollen. Konkret geht es etwa um Kekse, Nudeln oder Mayonnaise. Zuspruch kam unter anderem aus Österreich, Dänemark, den Niederlanden und Italien. Frankreich betonte in einer Sitzung der EU-Landwirtschaftsminister am Montag, dass es auch Regeln für importierte Lebensmittel geben müsse und es einen harmonisierten Vorstoß brauche, stimmte dem Vorhaben aber ebenfalls grundsätzlich zu. Kritische Stimmen kamen aus Ungarn und Bulgarien. Sie betonten, man unterstütze keine verpflichtende Kennzeichnung.

QUELLE:
►  Meldung handelsblatt.de vom 26.04.2021

Dr. Greta Riel

Ei-Kennzeichnung auf verarbeiteten Lebensmitteln

Sieben der 20 untersuchten Fleischersatz-Produkte wurden von Ökotest mit "mangelhaft" oder "ungenügend" bewertet. Keine der Packungen veganes Hackfleisch schnitt mit Bestnote ab, vier erhielten aber eine „gute“ Bewertung. Von 20 Packungen, die Ökotest untersuchte, waren fast alle mit Mineralöl verunreinigt. Bis auf vier überprüfte Fleischersatz-Produkte bekamen alle Produkte Notenabzug für nachgewiesene Mineralölbestandteile. In einem veganen Hackfleisch wurden neben den MOSH auch aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) nachgewiesen. Zu dieser Stoffgruppe können auch krebserregende Verbindungen gehören. Ein Hersteller hat als Eintragsquelle den Rohstoff Kokosöl identifiziert. Speiseöle werden im Produktionsprozess häufig mit MOSH/MOAH verunreinigt. Andere Erklärungen, wie das Mineralöl in Lebensmitteln landen kann, sind in der Produktion eingesetzte Schmieröle oder aber Übergänge aus Verpackungen aus Recyclingpapier und -pappe.

QUELLE:
►  Meldung oekotest.de vom 03.03.2021

Dr. Greta Riel

Veganes Hackfleisch im Test

Eine europäische Übergangsregelung macht eine Vermarktung bestimmter Insektenprodukte als Lebensmittel möglich. Eine qualitative forsa-Befragung im Auftrag der Verbraucherzentralen hat nun die Erwartungen von Verbraucher:innen zu Speiseinsekten erfasst. Den meisten Befragten ist bekannt, dass verschiedene Lebensmittel Unverträglichkeiten und Allergien auslösen können. Spontan wird Insekten jedoch kein erhöhtes allergenes Potenzial zugeschrieben. Die Teilnehmer:innen der Befragung erwarten in Deutschland eine gut sichtbare Kennzeichnung auf der Verpackung. Diese Forderung äußern auch die Verbraucherzentralen: Das allergene Potenzial von Insekten sei bisher wenig erforscht und noch nicht abschließend geklärt. Daher werde von den Zulassungsbehörden erwartet, dass es bei insektenhaltigen Lebensmitteln zukünftig einen verbindlichen Hinweis auf der Vorderseite der Verpackung gibt. Dieser müsse eindeutig und gut erkennbar vor möglichen allergischen Reaktionen bei vorhandenen Allergien gegen Schalen- und Krustentiere sowie Hausstaubmilben warnen.

QUELLE:
► Pressemitteilung Verbraucherzentrale Hessen vom 25.02.2021 sowie eine Meldung von yumda.de vom 26.02.2021

Dr. Greta Riel

Verbraucherumfrage zu insektenhaltigen Lebensmitteln

Dem Umstand, dass sich Listeria monocytogenes in Lebensmitteln vermehren kann, hat der europäische Gesetzgeber dahingehend Rechnung getragen, dass in der Verordnung über mikrobiologische Kriterien Sicherheitskriterien für verzehrfertige Lebensmittel definiert wurden. Für die Untersuchung von Lebensmitteln bedeutet dies, dass ein qualitativer Ansatz (Nachweisbar: Ja/Nein) und ein quantitativer Ansatz (Anzahl Koloniebildender Einheiten/g (KbE/g)) durchgeführt werden muss.

Im Jahr 2020 wurden im Hessischen Landeslabor 2.088 qualitative Untersuchungen bezüglich Listerien in Lebensmitteln durchgeführt, wobei in 236 Proben L. monocytogenes nachweisbar war. Von 2.586 quantitativen Untersuchungen lag lediglich bei 8 Proben ein Wert größer als 100 KbE/g vor. Die Werte lagen zwischen 120 und 160 KbE/g. Betroffen waren zum Rohverzehr geeignete Mettwürste (Bauernmettwurst, Pfefferbeißer, Zwiebelmettwurst oder geräucherte Bratwurst) sowie Schweinehackfleisch und nicht zum Rohverzehr geeignete Produkte wie z. B. Roastbeef. In neun Proben konnte ein quantitativer Nachweis geführt werden, jedoch lagen die Werte unterhalb der 100 KbE/g.

QUELLE:
► Meldung Landesbetrieb Hessisches Landeslabor im März 2021

Dr. Greta Riel

Untersuchung auf Listerien
Behr's Verlag