Sonntag, 20. September 2020

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  • Pflanzenschutzmittelrückstände in Tomaten

    Im Lebensmittel- und Veterinärinstitut des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) wurden im Jahr 2019 insgesamt 118 Tomatenproben auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln inklusive Chlorat und Perchlorat untersucht.

    Angegebene Herkunftsländer waren 39-mal die Niederlande, 37-mal Spanien, 19-mal Deutschland, 10-mal Belgien, 9-mal Marokko und 2-mal Italien. Bei 2 Proben war der Ursprung der Tomaten nicht angegeben. 13 Proben aus ökologischem Anbau stammten 9-mal aus Spanien, 2-mal aus den Niederlanden und 2-mal aus Deutschland.

    QUELLE:
    ►  Meldung Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) vom 16.01.2020

    Dr. Greta Riel

Neues zu Themen rund um HACCP

Bezüglich des neuartigen SARS-CoV-2-Virus gibt es Vermutungen, dass das Virus auf Oberflächen, also z.B. auch auf Lebensmittelverpackungen, über einen kurzen Zeitraum, überlebt und somit Infektionen auslösen könnte. Für eine Übertragung des Virus von Lebensmitteln auf den Menschen gibt es aktuell jedoch keinerlei Hinweise. Dies kann sowohl Veröffentlichungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) entnommen werden.

Für Wissenschaftler des LHL stellte sich die Frage, ob es trotz der in diesen Betrieben angewendeten strengen Hygienerichtlinien wegen COVID19-Erkrankungen von Mitarbeitern zu einer Kontamination der Fleischoberfläche mit SARS-CoV-2-Virus kommen könnte - und ob auf diese Art das Virus möglicherweise bis zum Verbraucher gelangen könnte.

QUELLE:
►  Pressemitteilung Landesbetrieb Hessisches Landeslabor vom 12.06.2020

Dr. Greta Riel

Kein Nachweis des SARS-CoV-2-Virusgenoms auf der Oberfläche von Fleischproben

Um die Haltbarkeit von H-Milch zu gewährleisten, müssen vorhandene Mikroorganismen und Enzyme durch kurzes Erhitzen auf Temperaturen von 135 - 140° C abgetötet bzw. inaktiviert werden. Doch die Ultrahocherhitzung hat auch Nachteile wie Kochgeschmack der behandelten Milch sowie einen Verlust an Nährstoffen. Zudem ist viel Energie aus meist fossilen Brennstoffen zur Herstellung nötig.

Wissenschaftler der Universität Hohenheim wollen die Vorteile von H- und Frischmilch vereinen: bei Raumtemperatur lagerfähig, mit frischem Geschmack und einem hohen Nährstoffgehalt. Ziel sei auch ein Herstellungsprozess, der wesentlich energieeffizienter und damit auch ökologisch dem herkömmlichen Prozess überlegen sei.

QUELLE:
►  Pressemitteilung Universität Hohenheim vom 20.07.2020

Dr. Greta Riel

H-Milch mit mehr Geschmack und Nährstoffen

Beim Forschungsprojekt „Food Fraud - Analytik gegen Lebensmittelbetrug und Täuschung“ an den Chemischen und Veterinäruntersuchungsämtern Baden-Württembergs standen Lebensmittel im Fokus, die unter den Top 10 mit dem größten Verfälschungsrisiko stehen.

Bei Eiern wird derzeit zur Überprüfung der Rechtmäßigkeit der Bio-Angabe eine auf der NMR-Technik (nuclear magnetic resonance = NMR)  und multivariaten Datenanalyse beruhende Methode in die Routine der Lebensmittelüberwachung eingeführt. Der Nachweis des synthetischen Farbstoffs Canthaxanthin im Eigelb wird bei der Differenzierung von Bio/konventionellen Eiern herangezogen. Die bereits in der Überwachung eingesetzte Methode zur Überprüfung der angegebenen Herkunft mittels Stabilisotopen-Analytik bei Eiern wurde weiter optimiert.

QUELLE:
►  Quelle: Bericht Chemische und Veterinäruntersuchungsämter (CVUA) Karlsruhe und Freiburg vom 10.07.2020

Dr. Greta Riel

Neue Analysenmethoden gegen Lebensmittelbetrug und Täuschung
Behr's Verlag