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  • Infektionen mit E. coli nach Verzehr von Frühlingszwiebeln

    Ein E. coli-Ausbruch in Dänemark, bei dem innerhalb von knapp 4 Wochen mehr als 60 Menschen erkrankten, wird in Zusammenhang mit Frühlingszwiebeln aus Ägypten in Verbindung gebracht. Enteroinvasive E. coli (EIEC) werden häufig mit Reisedurchfall in Verbindung gebracht, bei den 68 Erkrankten war dies jedoch nicht der Fall.
    Eine gemeinsame Untersuchung des Statens Serum Institut (SSI), der dänischen Veterinär- und Lebensmittelbehörde (Fødevarestyrelsen), der örtlichen Krankenhäuser und des DTU Food Institute ergab, dass die Infektionsquelle des Ausbruchs vermutlich Frühlingszwiebeln eines niederländischen Lieferanten, die in verzehrfertigen Salaten verwendet wurden. Die Frühlingszwiebeln wurden über drei Einzelhandelsketten verkauft.

    QUELLE:
    ► Meldung Food Safety News vom 29.12.2021

    Dr. Greta Riel

Neues zu Themen rund um HACCP

Die Zahl der gemeldeten Campylobacter-Infektionen beim Menschen hat sich stabilisiert, nachdem über mehrere Jahre eine steigende Tendenz zu verzeichnen war. Dennoch bleibt die Campylobacteriose die am häufigsten gemeldete lebensmittelbedingte Erkrankung in der EU. Die Zahl der Listeriose- und VTEC-Infektionen beim Menschen nahm hingegen zu, während die Zahl der gemeldeten Salmonellose- und Yersiniose-Fälle rückläufig ist.

Zahl der Campylobacteriose-Fälle stabil, weitere Zunahme bei Listeriosen – EFSA und ECDC legen Zoonosenbericht vor

 

Eine neue wissenschaftliche Veröffentlichung von Forschern der University of Florida (USA) hat wichtige Erkenntnisse zum Infektionsgeschehen von Noroviren vorgestellt. Es wurden die Gründe dafür aufgedeckt, weshalb trotz der hohen Infektiosität der Erreger keine Züchtung im Labor auf Darmkulturzellen möglich ist. Hiernach befallen die Noroviren gar nicht die Innenauskleidung des Darms, sondern spezielle Immunzellen in der Darmwand, die sogenannten B-Zellen. Bereits frühere Tests an Mäusen hatten vermuten lassen, dass die B-Zellen das Ziel der Viren sein könnten.

Neue Erkenntnisse zum Infektionsgeschehen von Noroviren

Sachverständige der EFSA haben eine Toolbox entwickelt, die Risikobewertern helfen soll, die bedeutendsten mikrobiologischen Risiken zu priorisieren. Die Toolbox ist in erster Linie für Sachverständige des Gremiums für Biologische Gefahren gedacht, könnte aber ebenso von anderen Gremien und nationalen Lebensmittelsicherheitsbehörden verwendet werden. Dieses soll eine zeitnahe und transparente Risikoeinstufung unterstützen.

Neue „Toolbox“ zur Risikoeinstufung
Behr's Verlag