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  • Studie zur Akzeptanz von Genome Editing bei Lebensmitteln

    Ein Forscherteam der Universität Göttingen und der University of British Columbia (Kanada) hat untersucht, wie Menschen in fünf verschiedenen Ländern auf verschiedene Anwendungen des Genome Editing in der Landwirtschaft reagieren. Die Forscher untersuchten, welche Anwendungen akzeptiert werden und wie die Risiken und Vorteile der neuen Züchtungstechnologien von den Menschen bewertet werden. Zwischen Juni und November 2019 sammelte das Forscherteam per Online-Umfrage die Meinungen von rund 3.700 Menschen aus fünf Ländern zu diesem Thema. Bewertet wurden fünf verschiedene Anwendungen von Gene Editing: Drei beziehen sich auf Krankheitsresistenzen bei Menschen, Pflanzen oder Tieren; und zwei beziehen sich darauf, entweder eine bessere Qualität von Produkten oder eine größere Menge an Produkten von Rindern zu erreichen.

    QUELLE:
    ► Pressemitteilung Georg-August-Universität Göttingen vom 09.07.2021

    Dr. Greta Riel

Neues zu Themen rund um HACCP

„Aldi Süd“ darf geschwärzte grüne Oliven nicht als schwarze Oliven bewerben. Dieses hat das Landgericht Duisburg nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) entschieden und schloss sich der Auffassung des vzbv an, der die „Aldi“-Werbung als irreführend kritisiert hatte. Bei den Olivengläsern stand „Spanische schwarze Oliven“ auf dem Etikett, doch die Gläser enthielten grüne Oliven, die mit Eisen-II-Gluconat schwarz eingefärbt waren.

Geschwärzte Oliven sind keine schwarzen Oliven!

Das Landgericht Hamburg hat nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) gegen die „Unilever Deutschland GmbH“ entschieden, dass diese mit Werbung nicht den Eindruck erwecken dürfe, die Halbfettmargarine „Becel pro.aktiv“ könne den Cholesterinwertspiegel um mehr als 20 % senken. Derartige gesundheitsbezogene Aussagen sind nach der EU-Verordnung nur erlaubt, wenn sie von der EU-Kommission zugelassen wurden ‒ dieses ist bei der strittigen Werbeaussage nicht der Fall.

Gerichtsurteil gegen Unilever „Becel pro.aktiv“

Um Lebensmittelskandalen besser vorbeugen und Krisen zu bewältigen, hat Rheinland-Pfalz eine interdisziplinäre Kontrolleinheit eingerichtet, die kritische Lebensmittelbetriebe und Warenströme im Auge behält und im Fall des Falles landesweit einschreitet. Die Kontrolleinheit wurde dauerhaft im Landesuntersuchungsamt (LUA) angesiedelt und sie nahm im Herbst 2014 ihre Arbeit auf. Die Kernmannschaft besteht aus fünf Personen der Fachdisziplinen Lebensmittelchemie, Lebensmittelkontrolle, Lebensmittetechnologie und Veterinärmedizin.

Interdisziplinäre Kontrolleinheit in Rheinland-Pfalz

In allen, von 14 im Auftrag von ÖKO-EST getesteten Proben Säuglingsanfangsnahrung wurden Perchlorat- und Chlorat-Rückstände festgestellt. In 10 Fällen war der Chlorat-Wert „erhöht“ (Werte > 0,01 mg/kg), bei einem Bio-Erzeugnis war der Wert „stark erhöht“ (über 0,1 mg/kg). Bei zwei konventionellen Produkten kam es zur Überschreitung des ADI-Werts (akzeptable tägliche Aufnahme) für Chlorat.

Chlorat in Muttermilchersatz
Behr's Verlag