Mittwoch, 05. August 2020

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  • Bakteriophagen und Laserbestrahlung zur Dekontamination von Geflügelfleisch

    Bei Geflügelfleisch tauchen immer wieder Probleme für die Lebensmittelsicherheit auf, weil diese mit Pathogenen, insbesondere Campylobacter und Salmonella kontaminiert sind. Chlorbehandlungen im Schlachtprozess sind nur bedingt sinnvoll und sind in der EU nicht  zugelassen.

    Zur Erforschung dieser Thematik läuft am DIL (Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik e. V.) in Quakenbrück aktuell ein Forschungsprojekt, bei dem der Einsatz von Bakteriophagen und Laserbestrahlung kombiniert werden. Um die bakterielle Belastung zu reduzieren werden verschiedene Verfahren mit unterschiedlicher Wirkungsweise, optische Technologien und biotechnologische Verfahren zur Dekontamination kombiniert. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom DIL setzen Bakteriophagen ein, um der Kontamination mit Pathogenen gezielt entgegen zu wirken.

    QUELLE:
    ►  Pressemitteilung DIL Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik e. V. vom 16.06.2020

    Dr. Greta Riel

Neues zu Themen rund um HACCP

Nach Angaben von Forschern des zum Nationalen Forschungsrat CNR gehörenden Istituto di Tecnologie Biomediche können die im menschlichen Verdauungsapparat enthaltenen Mikroorganismen vor den Auswirkungen von Mangelernährung und toxischen Substanzen schützen. In der Studie wurden Darm-Bakterienstämme der tansanischen Volksgruppe der Hazda, eine der letzten Populationen weltweit, die sich noch überwiegend aus ihrer Tätigkeit als Jäger und Sammler ernähren, untersucht. Verglichen wurden diese wurden mit denen der Einwohner der italienischen Stadt Bologna.

Darmmikrobiota – Anpassung an Gift und Antibiotika

Acrylamid kann bei der Zubereitung von bestimmten Lebensmitteln entstehen, sofern Temperaturen von 150 °C bis 170 °C (z. B. beim Frittieren) überschritten werden. Dieser Rückstand entsteht insbesondere bei hohen Temperaturen über 180 °C bei gleichzeitig längerer Frittierdauer und der Anwesenheit von Asparaginsäure (Eiweißkomponente) sowie Glukose.

Acrylamid

Britische Mikrobiologen haben eine neue Variante von Gruppe A-Streptokokken entdeckt. Laut der Genom-Analyse haben die Bakterien die Bildung von Toxinen verstärkt, und der Verlust einer Kapsel könnte die Gefährlichkeit weiter erhöht haben. In Großbritannien, aber auch in Frankreich, Kanada und Schweden ist es in den letzten Jahren zur Ausbreitung eines neuen Genotyps von A-Streptokokken („emm89“) gekommen.

Großbritannien: Neue Streptokokken-Variante entdeckt
Behr's Verlag