
HACCP-Frage der Woche
Was sollten tägliche Hygiene-Checks im Rahmen des HACCP-Systems alles beinhalten?

Was sollten tägliche Hygiene-Checks im Rahmen des HACCP-Systems alles beinhalten?
Der neue DNA-Test „All-Food-Seq“ kann alle möglichen Zutaten oder Verunreinigungen biologischen Ursprungs aufspüren und quantitativ abschätzen. Der von dem Molekulargenetiker Thomas Hankeln und dem Bioinformatiker Bertil Schmidt (beide Universität Mainz) entwickelte „All-Food-Seq“ kann durch den Rückgriff auf eine riesige DNA-Datenbank auch solche Zusätze oder Kontaminationen nachweisen, die der Untersucher gar nicht erwartet und nach denen dieser mit den bisherigen Testmethoden gar nicht suchen würde.
► Deutsche Apotheker Zeitung vom 09.04.2013
Die italienische Finanzpolizei „Guardia di Finanza“ hat in verschiedenen Landesteilen gefälschte Bio-Rohstoffe beschlagnahmt und 23 Personen verhaftet. Nach Angaben italienischer Medien soll es sich um 1.500 Tonnen Sojabohnen, Mais und Weizen aus der Ukraine und 30 Tonnen Sojabohnen aus Indien handeln, die auf dem Papier „Bio-zertifiziert“, aber tatsächlich gentechnisch verändert und mit Pestiziden belastet waren.

Gibt es eine besondere Schulungsverpflichtung für die Personen, die für die Entwicklung und Anwendung der HACCP - Grundsätze verantwortlich sind?
Der IFS feiert Geburtstag. Seit zehn Jahren werden IFS-Standards auditiert und IFS-Zertifikate vergeben.
„Seit seiner Gründung im Jahr 2003 hat sich der IFS zu einer international akzeptierten Standardfamilie entwickelt. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 13.400 Zertifikate nach den fünf IFS-Standards Food, Logistics, Broker, Cash&Carry/Wholesale und Household and Personal Care (HPC) in über 96 Ländern erteilt“, so Geschäftsführer Stephan Tromp.

Was muss ich bei der Warenanlieferung hinsichtlich HACCP-Konzept besonders beachten?
Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz teilte am 01.03.2013 mit, dass in einer Lieferung Futtermais aus Serbien eine Höchstmengenüberschreitung von Aflatoxin B1 in Höhe von bis zu 0,204 mg/kg Futtermittel festgestellt wurde. Aus einem Teil der betroffenen Lieferung wurden Mischfuttermittel hergestellt.

Gibt es Ausnahmen von der Verpflichtung zu HACCP?
Zum IFS Food Version 6 sind von der IFS Management GmbH zwei neue IFS Dokumente verfügbar:
IFS Erratum: dieses Dokument spezifiziert alle Korrekturen, die im IFS Food v6 Standard vorgenommen werden müssten
IFS Doktrin: dieses Dokument liefert zusätzliche Erklärungen zu diversen Anforderungen des IFS Food v6 Standards.
Diese Dokumente sind unter der Versionsnummer 2 veröffentlicht, da die Version 1 (Veröffentlichung Januar 2013, nur auf Englisch) noch geringfügig aktualisiert werden musste.
► Inklusive Download des IFS Erratums und der IFS Doktrin
Bereits zum vierten Mal haben die QS Fachgesellschaft Obst-Gemüse-Kartoffeln GmbH und der DFHV Deutsche Fruchthandelsverband die Daten aus ihren Monitoringprogrammen auf Pflanzenschutzmittelrückstände in frischem Obst und Gemüse gemeinsam ausgewertet und die Ergebnisse auszugsweise im „Monitoringreport 2013“ veröffentlicht. In 2012 wurden im Rahmen der beiden Monitoringprogramme insgesamt 16.059 Proben aus 66 Ländern untersucht.

Ab welcher Betriebsgröße muss HACCP umgesetzt werden?
Die niederländischen Behörden haben rund 50.000 Tonnen Fleisch aus mehreren europäischen Ländern, darunter Deutschland, vom Markt zurückgerufen. Das Fleisch sei möglicherweise mit nicht-deklariertem Pferdefleisch vermischt, teilte die Kontrollbehörde für Nahrungsmittel am Mittwoch in Utrecht mit. Die Herkunft des Fleisches sei unklar, die Sicherheit könne daher nicht garantiert werden. Es gebe aber zurzeit keine konkreten Hinweise auf Gefahren für Menschen.

Was ist ein CCP und wie finde ich die richtigen CCPs in meinem Betrieb?
Das BfR wurde vom BMELV gebeten, die Risiken für die Tiergesundheit zu bewerten, die von Futtermitteln mit Hanfbestandteilen ausgehen könnten. Zudem sollte das BfR abschätzen, ob und in welchen Mengen Inhaltsstoffe der Hanfpflanze wie Tetrahydrocannabinol (THC) aus hanfhaltigen Futtermitteln in vom Tier gewonnene Lebensmittel übergehen können. Laut BfR liegen nur wenige experimentelle Studien zur Wirkung von THC auf landwirtschaftliche Nutztiere vor.
Multiresistente Darmkeime sind einer Untersuchung von Wissenschaftlern um Dr. Sebastian Günther (Institut für Mikrobiologie und Tierseuchen der Freien Universität Berlin) zufolge bei Berliner Ratten weit verbreitet. In 16 % ihrer Proben fanden sie Escherichia coli-Bakterien, gegen die viele Antibiotika aufgrund eines bestimmten Enzyms unwirksam sind.