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  • Zimt: zu viel Cumarin ist schädlich

    Zimt: zu viel Cumarin ist schädlich

    Zimt ist nicht nur in der Weihnachtsbäckerei ein beliebtes Gewürz. Doch sollte man bei der Auswahl vorsichtig sein, denn einige Sorten enthalten Cumarin, was in größeren Mengen den Zimt ungesund machen kann. Fragen  Sie als Hersteller bei Ihren Einkäufen direkt nach den Cumaringehalten und Herkunft des Zimts und lassen Sie sich Prüfergebnisse vorlegen.

    Zimt ist ein klassisches Gewürz für Plätzchen oder Lebkuchen. Auch Pflaumenmus oder Hauptgerichte aus der exotischen Küche Indiens verfeinert es. Den Zimt unterscheidet man in die zwei Sorten Ceylon und Cassia, wobei eine davon nicht ganz ungefährlich ist.

    Der hochwertige, meist teurere Ceylon-Zimt wird in der Regel als unbedenklich eingestuft, weil er nur in relativ geringen Dosen den unter Umständen gesundheitsschädlichen Wirkstoff Cumarin enthält. Hingegen gerät der günstigere Cassia-Zimt schon 2006 in die Kritik, als Gebäck, in welchem dieser enthalten war, zum Ökotest antrat. Der Grund: In den Backwaren war so viel Cumarin enthalten, dass vorhandene Grenzwerte teilweise um ein Vielfaches übertroffen wurden.

Neues zu Themen rund um HACCP

Ist Wein nicht mehr „bekömmlich“?

Ist Wein nicht mehr „bekömmlich“?

 

Der Europäische Gerichtshof hatte über die „Bekömmlichkeit“ von Pfälzer Wein zu entscheiden. Dem Vorabentscheidungsverfahren lag ein Rechtsstreit zwischen einer deutschen Winzergenossenschaft und den Überwachungsbehörden in Rheinland-Pfalz zugrunde, ob die Bezeichnung des Weins als „bekömmlich“ in Verbindung mit dem Hinweis auf eine „sanfte Säure“ eine „gesundheitsbezogene Angabe“ im Sinne von Art. 2 Abs. 2 Nr. 5 der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben (Health Claims Verordnung (HCVO)) darstellt, die bei alkoholischen Getränken nach Art. 4 Abs. 3 UA 1 HCVO untersagt ist.

 

„Industriefleisch“ muss korrekt bezeichnet werden

„Industriefleisch“ muss korrekt bezeichnet werden

industrie

Hühner- und Putenfleisch aus industrieller Produktion darf nicht als „Filetstreifen, gebraten“ vermarktet werden. Nach Angaben des Verwaltungsgerichtshofes Baden-Württemberg in Mannheim dürfen diese Bezeichnung nur Produkte aus natürlich gewachsenen Fleischstücken tragen. „Filetstreifen, gebraten“ darf nur auf dem Etikett stehen, wenn es sich nicht um Fleisch aus industrieller Produktion handelt − andernfalls ist dieses irreführend.

Von scharfer Soße, staatlicher Informationspolitik und sicheren Lebensmitteln

Von scharfer Soße, staatlicher Informationspolitik und sicheren Lebensmitteln

industrie | gemeinschaftsverpflegung | handwerk | hotellerie-gastronomie

Scharfe Messer, scharfe Kurven, scharfe Soßen – so unterschiedlich diese drei Phänomene des lebensweltlichen Alltags auch sein mögen, mindestens darin gleichen sie sich: Jedermann weiß, dass ihnen mit der nötigen Vorsicht zu begegnen ist. Daher ist es prima vista alles andere als selbsterklärend, dass zum Ende des letzten Jahres einige scharfe Chilisoßen nicht nur auf www.lebensmittelwarnung.de platziert, sondern auch ins europäische Schnellwarnsystem RASFF eingespeist wurden.

Multiresistente gramnegative Bakterien nehmen zu

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gemeinschaftsverpflegung

Nach Angaben von Petra Gastmeier (Charite Berlin) bei der 64. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie in Hamburg machen gramnegative, Beta-Laktamase bildende Bakterien aktuellen Studien zufolge circa die Hälfte der Erreger mit Antibiotikaresistenzen bei den Infektionen auf deutschen Intensivstationen aus.